Archiv der Kategorie “Kommunikationsdesign”

Fassadengestaltung wird Erscheinungsbild

von Udo Schliemann

Das Regent Park Arts & Cultural Centre, jetzt Daniels Spectrum, ist das Herzstück der Neugestaltung eines ganzen Stadtviertels in Toronto, Kanada. Einst ein Musterprojekt für soziales Wohnen in den 60er Jahren, mit vielen Hochhäusern, ganz im Denken von Le Corbusier und Gropius, hat sich dieses Stadtviertel mit rund 50.000 Bewohnern zum sozialen Randgebiet herunter entwickelt. Viele der Neuankömmlinge von Asien, Afrika oder Lateinamerika – Kanada ist ein Einwanderungsland – finden hier ihre erste Heimat. Das Kulturzentrum soll zum Ausdruck bringen, dass diese Menschen hier willkommen sind und ihre Kultur weiterleben können. Das Designbüro Entro | G+A, hat durch eine Abstraktion und Aneinanderreihung von internationalen Flaggen bunte Farbbänder entwickelt, die dann auf die Fassade übertragen wurden. So entsteht ein Erscheinungsbild, dass zwar für den nordamerikanischen Raum sehr auffällig ist, jedoch den neuen Zuwanderern in Farbintensität und Wärme instinktiv zusagt. Dies war bei der Eröffnung im Oktober 2012 sofort spürbar und hat nachhaltig das Erscheinungsbild dieses Kulturzentrums bestimmt. Die Farbstreifen sind in Variationen an der Außenfassade angebracht, setzen sich auch in den Innenbereich hinein fort und sind in die Beschilderung integriert. Weitere Informationen unter: regentparkarts.ca

An dem Projekt haben mitgearbeitet: Tobias Mikl, Darren Rodenkirchen, Ian White
Photographie: Gerald Querubin

Zum Designer und Autor: Udo Schliemann ist Principal Creative Director at Entro | G+A, www.entro.com. Die Firma ist letztes Jahr aus einem Zusammenschluss von Entro Communications und Gottschalk+Ash International, Toronto, hervorgegangen. Nach 15 Jahren bei Stankowski+Duschek in Stuttgart, zuletzt als Studio Manager, ist er 1999 mit seiner Familie nach Toronto übergesiedelt. udoschliemann(at)rogers.com

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TDC NY: Best in Show Award für Formation GG

Ergänzung zu: Eine visuelle Reise durch das Deutsche Grundgesetz
(siehe Artikel auf dieser Seite etwas weiter unten)
Weitere Auszeichungen für Mike Hofmaiers Diplomarbeit an der
Schule für Gestaltung Ravensburg 2011, Betreuung Georg Engels:

’Best in Show Award’ Type Directors Club New York > Bilder, Artikel
’Best in Show Award Student’ Type Directors Club New York
’Certificate of Typographic Excellence’ Type Directors Club New York
’reddot: best of the best’ red dot award: communication design 2012
’Bronze’ Art Directors Club Deutschland
’Joseph Binder Award Nominierung’ Designaustria

Herzlichen Glückwunsch!

Details hier: www.mikhof.de oder auch dort.

Dysfunktionale Typografie

Schrift, die ihrer semantischen Bestimmung, ihrer ursprünglichen kommunikativen Funktion enthoben, aber trotzdem noch präsent ist, wird auf ihre reine Form und ihre visuelle Wirkung im Kontext zurück geworfen. Trotzdem wird sie nicht reine Syntax, denn sie ist nicht ganz bedeutungsfrei: die Erinnerung an die mögliche, an die vergangene Funktion und die Vorstellung von damals kommunizierten Abläufen und Handlungen, die ihr Vorhandensein im jeweiligen Kontext evoziert, ist auch Kommunikation, die Vermittlung von nun anderen Inhalten; reduziert und in der Bedeutung verschoben. Man könnte die Wirkung in diesem Fall hier auch ’nostalgisch’ nennen (Beispiele aus der Völklinger Hütte/Weltkulturerbe) | ge

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en avant

en avant steht für ’weitermachen!’ Diese nun auch schon 10 Jahre alte interaktive Web-Anwendung von Michaela Gleinser baut auf den Prinzipien der modularen und seriellen Kunst von Richard-Paul Lohse (1902 – 1988) auf – als Hommage an den Schweizer Künstler und Mitbegründer der konstruktiv-konkreten Schule; sie ermöglicht das dynamische ’Weitermachen’, die Untersuchung und Variation einiger Werke Lohses unter den Aspekten Bewegung und Raum. Die Website ist eine Wiederveröffentlichung einer Diplomarbeit an der Schule für Gestaltung Ravensburg aus dem Jahr 2002 – 2003 mit dem red dot für hohe Designqualität ausgezeichnet.
also: en avant!

printer’s devil

author and designer of the book ’painajan painajainen / digitaldruck fibel / printer’s devil’, marryam fib:’the main reasons doing this book was the ’revolution’ of digital printing, being useful and binding knowledge in so many languages as possible. the first profession i learned was printer and i noticed that – when digital printing took step on market – people had problems with the preparing of their material for printing. because i came from finland to study in germany, it was more than obvious that i had to do my diploma in at least two languages. but two is a static and not so brave number as three. so, i had to make it in three languages. i tried to bring the layout to communicate within itself. trough the different colors for each language and the text layout i was trying to make the whole thing un-boring, interesting, demanding. the pictures are not so demanding, because they are self made and self drawn, but i stand behind them. i didn’t want to let them to steal the show and the eye to get lost in fancy pictures. i wanted the work to be a sum of knowledge which is packed humble but still with a good old punk-black and the glamorous telephone directories font – just in opposite to its original purpose in contrast to the topic of the book. | contact: marryam_fib(at)yahoo.se

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novum/neu

designator.de – ganz knapp gehalten – bei novumnet.de, einem sehr nützlichen und umfangreichen Portal; besonders zu empfehlen: die große Link-Sammlung.

Buchprojekt ’randnotizen’

Zu ’randnotizen – Hundert Mann und ein Befehl’, einem Buch über die Erfahrungen eines in Afghanistan eingesetzten Soldaten (Diplomarbeit von Simone Uetz-Fugel an der Schule für Gestaltung Ravensburg aus dem Jahr 2006): Das Buch offeriert seinen Lesern eine komplexe Ordnung des nicht mehr zu Ordnenden und Einzuordnenden – zumindest in der Ebene des visuell Wahrnehmbaren. Das Kommunikationsergebnis ist: Eindringlichkeit.

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design > slanted

Siehe: Notiz auf slanted.de, sowieso eine wunderbare Quelle der Information wie Inspiration. Interessant dort z.B. auch dieses: bruch (an der SfG Ravensburg entstanden). ge

Clusteranalyse zur Bedeutungsanalyse von Piktogrammen

Von Michael Kneidl

In diesem Artikel wird die Methode der Clusteranalyse am Beispiel der von Otl Aicher entworfenen Piktogramme für die Stadt Isny aus den Jahren 1976–1986 beschrieben. Es wurde untersucht, ob die Piktogramme von den Rezipienten inhaltlich ihrer Bedeutung zugeordnet werden können.

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Buchwert

Ein Medium, das von sich aus und ganz ohne Elektronik so viele, schnelle und individuelle Zugangsmöglichkeiten bietet, das sowohl linear rezipiert werden kann, sich aber auch durch intuitive Navigation (= Blättern) erschließen lässt, das sowohl analoge Gleichzeitigkeit als auch rein semantisch schon Narrativität vermittelt, und zwar unvermittelt, das von seiner Objekthaftigkeit, seiner Materialität, seinen sinnfälligen, sinnvollen und sinnesreizenden Oberflächen, den subtil optimierten und vom Leser und Betrachter unmerklich laufend anpassbaren Wahrnehmungsbedingungen und schließlich aus der Lässigkeit selbstverständlicher Informationsdarbietung heraus seine kommunikative Überlegenheit bisher immer behaupten konnte, scheint nun doch in vielen Bereichen langsam von digitalen Medien verdrängt zu werden. Wird es das Buch bald nur noch als Randerscheinung geben, so wie die gute alte LP im Bereich der Musikkonserve? Das kann man momentan noch nicht endgültig beantworten. Hier ein paar lose aneinander gereihte Aspekte zum Thema Buch, aus Gestaltersicht.

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