Archiv der Kategorie “Designer+Autor”

Raumschiff gestrandet

… in Le Havre, Frankreich. ge

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Bilder über das Wahrnehmen

von Julia Valter

Im Buchprojekt Wahrnehmung und Orientierung, eine fotografische Dokumentation steht das Spannungsfeld vom Außen und Innen in der Wahrnehmung im Mittelpunkt: einerseits wird die Orientierung der Menschen im öffentlichen Raum thematisiert, andererseits die Sinneswahrnehmung des Einzelnen. Neu ist eine derartige Betrachtung beider Aspekte in einer Publikation.

Im »Außen« wird das unsichtbare Netz dokumentiert, das den öffentlichen Raum durchzieht; Orientierungshilfen, die nur bemerkt, wer sie benötigt. Die unauffällige Allgegenwärtigkeit dieser Objekte wird durch die Fotografien von Julia Valter in ihrer ganzen Breite dokumentiert; die seriell aufbereiteten Typologien entfalten hierbei gerade in ihrer Nüchternheit eine eindringliche Wirkung. Nach »innen« gekehrt, sehr privat und individuell wirken die hierzu kontrapunktisch aufbereiteten Bildserien zu sinnesverstärkenden Wahrnehmungshilfen.

Das Buch wurde von Julia Valter als Diplomarbeit an der Schule für Gestaltung Ravensburg konzipiert, gestaltet und realisiert. Alle Fotografien stammen von ihr. Es wurde mit dem red dot award communication design 2011 ausgezeichnet. Noch mehr Bilder hier.

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Fassadengestaltung wird Erscheinungsbild

von Udo Schliemann

Das Regent Park Arts & Cultural Centre, jetzt Daniels Spectrum, ist das Herzstück der Neugestaltung eines ganzen Stadtviertels in Toronto, Kanada. Einst ein Musterprojekt für soziales Wohnen in den 60er Jahren, mit vielen Hochhäusern, ganz im Denken von Le Corbusier und Gropius, hat sich dieses Stadtviertel mit rund 50.000 Bewohnern zum sozialen Randgebiet herunter entwickelt. Viele der Neuankömmlinge von Asien, Afrika oder Lateinamerika – Kanada ist ein Einwanderungsland – finden hier ihre erste Heimat. Das Kulturzentrum soll zum Ausdruck bringen, dass diese Menschen hier willkommen sind und ihre Kultur weiterleben können. Das Designbüro Entro | G+A, hat durch eine Abstraktion und Aneinanderreihung von internationalen Flaggen bunte Farbbänder entwickelt, die dann auf die Fassade übertragen wurden. So entsteht ein Erscheinungsbild, dass zwar für den nordamerikanischen Raum sehr auffällig ist, jedoch den neuen Zuwanderern in Farbintensität und Wärme instinktiv zusagt. Dies war bei der Eröffnung im Oktober 2012 sofort spürbar und hat nachhaltig das Erscheinungsbild dieses Kulturzentrums bestimmt. Die Farbstreifen sind in Variationen an der Außenfassade angebracht, setzen sich auch in den Innenbereich hinein fort und sind in die Beschilderung integriert. Weitere Informationen unter: regentparkarts.ca

An dem Projekt haben mitgearbeitet: Tobias Mikl, Darren Rodenkirchen, Ian White
Photographie: Gerald Querubin

Zum Designer und Autor: Udo Schliemann ist Principal Creative Director at Entro | G+A, www.entro.com. Die Firma ist letztes Jahr aus einem Zusammenschluss von Entro Communications und Gottschalk+Ash International, Toronto, hervorgegangen. Nach 15 Jahren bei Stankowski+Duschek in Stuttgart, zuletzt als Studio Manager, ist er 1999 mit seiner Familie nach Toronto übergesiedelt. udoschliemann(at)rogers.com

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Transformationen

Diese etwa 12 Jahre alten Zeichnungen wurden damals u.a. mithilfe der Angleichen- und Aufrauen-Werkzeuge einer frühen Adobe-Illustrator-Version erstellt. Da auf mathematische Exaktheit oder präzise Prozessplanung verzichtet wurde, sind sie nicht Ausdruck eines durchgeplanten, konstruktiven Minimalismus’, sondern leben gerade von der Spannung zwischen vordergründiger Präzision und Stringenz einerseits und der intuitiven Herangehensweise andererseits – mit den daraus resultierenden Unstimmigkeiten und Rauheiten. Der Scheinräumlichkeit kann sich die Wahrnehmung kaum entziehen – trotz (oder gerade wegen) der formalen Einfachheit der Zeichnungen. ge

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GG goes TDC New York, Nachtrag

„The presentations culminated with the award of overall Best in Show to Mike Hofmaier, the same student who won the student Best in Show award, for his book Formation GG – eine visuelle Reise durch das deutsche Grundgesetz, created at the Schule für Gestaltung in Ravensburg, Germany under the tutelage of Georg Engels. Mike’s double win is an incredible feat for a student and the first time a student entry has been selected as overall Best in Show.” TDC, Artikel

mehr: siehe unten

TDC NY: Best in Show Award für Formation GG

Ergänzung zu: Eine visuelle Reise durch das Deutsche Grundgesetz
(siehe Artikel auf dieser Seite etwas weiter unten)
Weitere Auszeichungen für Mike Hofmaiers Diplomarbeit an der
Schule für Gestaltung Ravensburg 2011, Betreuung Georg Engels:

’Best in Show Award’ Type Directors Club New York > Bilder, Artikel
’Best in Show Award Student’ Type Directors Club New York
’Certificate of Typographic Excellence’ Type Directors Club New York
’reddot: best of the best’ red dot award: communication design 2012
’Bronze’ Art Directors Club Deutschland
’Joseph Binder Award Nominierung’ Designaustria

Herzlichen Glückwunsch!

Details hier: www.mikhof.de oder auch dort.

Anthrazit

Malerei durch Stein und Kohle: Spuren der Arbeitsprozesse an den Seitenwänden eines Kohlenwäsche-Behälters in einer stillgelegten Zeche im Ruhrgebiet. Aus endlosen amorphen Strukturen werden erst durch das Ausschneiden von Formaten beim Fotografieren Bilder. Und plötzlich möchten wir erkennen: z.B. Landschaften aus der Luft oder kryptische Mitteilungen und Zeichen. Wir können nicht anders, als Gesehenes abzugleichen mit den eigenen Wahrnehmungs- und Erfahrungswelten. Doch da ist nichts: kein Abbild, kein Modell, keine Kommunikation. Nur formales Gewesensein und heutiges Sein, unendlich reich an Formen und Farben im monochromen Spektrum der Ausgangsstoffe Kohle, Stein und Wasser. ge

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Handspiel

01. Cow_Touch + Stan_is_Love (Kutáč Stanislav)

von Stanislav Kutáč

Handspiel klingt nach Vergehen, nach Manipulation, nach Absicht. Und so ist es. Auch wenn die Aufnahmen bei dieser Serie eine Berührung nur vortäuschen und auch nicht zwingend von wirklichen Menschen und Dingen zeugen, sondern von dargestellten, so beziehen sie den Betrachter doch in die Handlung mit ein. Führen ihm seine Täterschaft vor Augen.

Die hier ausgewählten Aufnahmen entstanden auf meiner diesjährigen NYC Reise und fanden eine Fortsetzung auf der 13. Art Basel. Dass sie hier paarweise auftreten und Untertitel tragen, war ursprünglich so nicht geplant und ist eigentlich nur dem Querformatraster des Designator zu verdanken, was wiederum zusätzliche Betrachtungsebenen nach sich zieht.

Technik: iPhoneography inkl. iPhone Bearbeitung (Ausnahme Aufnahmen 19 und 23)
stanislavkutac.com

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FORMATION GG

Eine visuelle Reise durch das Deutsche Grundgesetz – von Mike Hofmaier
Das Buch ’Formation GG – eine visuelle Reise durch das deutsche Grundgesetz’ hat aufgrund seiner innovativen Qualität Vorbildcharakter. Es ist sowohl im inhaltlichen Ansatz als auch in der gestalterischen Konzeption einzigartig. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurde in dieser Arbeit inhaltlich-analytisch und formal mit grafischen, datengrafisch-bildhaften und typografischen Mitteln erklärend aufbereitet und dargestellt. So entstand didaktisches Informationsdesign auf höchstem Niveau. Mike Hofmaiers Diplomarbeit an der Schule für Gestaltung Ravensburg (2011, Betreuung Georg Engels) wurde mit der Note 1,0 bewertet und gerade mit den Preisen ’Certificate of Typographic Excellence’ und ’Student Best of Show award’ des Type Directors Club New York ausgezeichnet. Eine ausführliche Darstellung gibt es hier: www.mikhof.de oder auch dort. ge

Dysfunktionale Typografie

Schrift, die ihrer semantischen Bestimmung, ihrer ursprünglichen kommunikativen Funktion enthoben, aber trotzdem noch präsent ist, wird auf ihre reine Form und ihre visuelle Wirkung im Kontext zurück geworfen. Trotzdem wird sie nicht reine Syntax, denn sie ist nicht ganz bedeutungsfrei: die Erinnerung an die mögliche, an die vergangene Funktion und die Vorstellung von damals kommunizierten Abläufen und Handlungen, die ihr Vorhandensein im jeweiligen Kontext evoziert, ist auch Kommunikation, die Vermittlung von nun anderen Inhalten; reduziert und in der Bedeutung verschoben. Man könnte die Wirkung in diesem Fall hier auch ’nostalgisch’ nennen (Beispiele aus der Völklinger Hütte/Weltkulturerbe) | ge

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