Archiv der Kategorie “Designer+Autor”

Akustik sehen: Rhapsody in Blue

sarah mueller designator akustik sehen 01Die Designerin Sarah Müller hat mit der sowohl als Blätterbuch als auch als meterlanger Leporello nutzbaren Publikation eine beeindruckende synästhetisch-grafische Arbeit zu George Gershwins Musik erstellt. Wissenschaftlich fundierte Analysen, technologisch anspruchsvolle, präzise und nachvollziehbar taktgenaue Umsetzungen der Notationen in visuelle Signale und schließlich die Überführung in ein adäquates künstlerisch-grafisches Programm sind hierbei die innovativen und herausragenden Leistungen. Die Grundintention der Musik — mit ihrem starken Bezug zur Stimmung im New York der 1930er-Jahre — wird in eindrücklicher Weise sichtbar gemacht.

Beschreibungen der Arbeitsprozesse, Beispiele für singuläre Umsetzungen (hier auch mit abgebildet) und weitere Informationen, z.B. zu Komponist und Musikstück, ergänzen das Buch um eine didaktische Komponente.

„Diese Arbeit bietet die Chance, Musik aus anderem Blickwinkel und in visuell neuer Form zu betrachten. Neben den Experimenten in der Visualisierung der Musik von George Gershwin wurde das Musikstück Rhapsody in Blue in seine strukturellen Bestandteile zerlegt, analysiert, grafisch übersetzt und somit sichtbar gemacht.” (Sarah Müller)

Diplomarbeit an der Schule für Gestaltung Ravensburg, beratender Dozent: Georg Engels
Siehe auch: muellersarah.de sowie die aktuelle Printausgabe 06.17 der ’novum’

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Vienna rat style

georg engels designator rattegesehen am Karl-Marx-Hof
GE

Iteration : Irritation

georg engels designator iteration 02Transformationsprozesse mit kleinen gewollten Unregelmäßigkeiten.
GE

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Neuerscheinung: Die Imagebroschüre

Zur Konzeption von Realisierung von Imageprintprodukten
Von Angela Bittner
mit Beiträgen von Bettina Borchardt, Georg Engels, Antonia Rötger
Talpa-Verlag

Aus dem Inhalt:
Die Imagebroschüre. Ein Ideal und seine gedruckte Form
Der Konzeptionsprozess. Eine Frage des Systems
Die Herstellungsphase. Eine Idee in der Umsetzung
Wirkungskontrolle. Ein Ziel wird erreicht
Green Publishing. Ein wirkungsvoller Aspekt
Zur Zukunft von Imagepublikationen. Das Miteinander der Formen

Sommerwald II

georg_engels_designator.sw1Der zweite Teil, nun mit Felsen und großen Steinen ge

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Moore, ein Handbuch

01 simone ruhm designatorvon Simone Ruhm

Moore faszinieren und ängstigen Menschen seit jeher. Früher galten sie als lebensfeindliche Einöden, jedoch schon bald wurden Moore in ganz Europa durch Entwässerung, Torf stechen, Düngung, Ackerbau, Aufschüttung oder Bebauung ausgebeutet und zerstört. Nach und nach wird nun, da nur noch wenige Moore erhalten sind, ihr ökologischer Wert erkannt und die herbe Schönheit dieser menschenleeren Urlandschaften schätzen gelernt.

Ziel dieses Handbuches im Taschenformat ist es, für das „Ökosystem Moor“ zu sensibilisieren und mittels eines lockeren Wechsels von Illustrations-, Fotografie- und Textseiten knapp und präzise, aber auch unterhaltend zu informieren. Eingestreute Ausklappseiten rhythmisieren das Buch. Eine beidseitig bedruckte Faltkarte, die in der hinteren Umschlagklappe steckt, ist als Prototyp eines Kurzführers für jeweils ein bestimmtes Moor angelegt – hier beispielhaft für das Orsanka Moos in Götzis/Vorarlberg. Von Struktur und Grafik her ist diese eingesteckte Faltkarte im Sinne einer offenen Publikationsreihe übertragbar auf viele andere Moorgebiete.

Die gestalterischen Mittel, vor allem die typografische Ausstattung und die Ausarbeitung der Illustrationen und Info-Boxen, sind detailliert auf das kleine Format abgestimmt.

Moore, Naturjuwele in Vorarlberg
© Simone Ruhm
Eine Diplomarbeit an der Schule für Gestaltung Ravensburg,
betreut durch Georg Engels, Juli 2011
Alle Fotografien und Illustrationen: Simone Ruhm
Credits: in Zusammenarbeit mit Mag. Agnes Steininger,
Schrift: Mantika TM Book und Mantika TM Sans, zur Verfügung gestellt von Jürgen Weltin
weitere Beispielseiten zur Typografie: hier

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Funktionalismus 1.0

funktionalismus georg engels designator

Und siehe, der Stern …

… zog ihnen voran, bis er im Gehen stehenblieb oben darüber. ge

Baumzeich(nung)en

Die gute alte – leider inzwischen weithin vergessene – Diffusion-Dither-Anwendung für Bitmap-Umetzungen von Bildern war (und ist) bestens dafür geeignet, nicht nur im Lo-fi-Modus Bilddaten auf Disketten-Speichermaß zu reduzieren, sondern besonders auch für visuelle Umsetzungen, die zwischen Bild und Grafik changieren. Ambivalente Bildgrafiken zwischen noch ablesbarer Ikonizität und schon deutlicher Zeichenhaftigkeit, zwischen monochromer Bildumsetzung und grafisch-farbiger Plakativität, zwischen amorpher Originalität und banaler Geometrie, zwischen schon reduzierter Gegenständlichkeit und bereits konkreter Flächigkeit können visuelle Prägnanz erzeugen und die Wahrnehmung deshalb besonders direkt und eindringlich ansprechen. ge

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That was then and this is now.

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by Mark North

A while ago I went to a graphic design degree show in the hope of spotting a potential junior designer. One problem, there wasn’t much on display that I would classify as graphic design. There were definitely some interesting images and objects, but most of it was highly personal, with little attempt at problem-solving or graphic communication (as I understood it). So what happened to graphic education between 1983 when I graduated and now?

In hindsight, my design training provided few real surprises. The foundation year provided basic instruction in photography, sculpture, printmaking and so on (but I was always going to study graphic design). The degree course itself had a strong focus on graphic skills and technique; we learned the logic and lore of typography and layout (Swiss, thank you very much), and there seemed to be a lot of time spent fiddling about with Rotring pens, Letraset and airbrushes. We were definitely taught the value of logical design and the power of strong graphic ideas. The visiting lecturers themselves were good value; Alan Fletcher, Gert Dumbar and Henrion were all heroes of mine. We were certainly work-ready, but was it a better education?

Not necessarily. Both of my sons recently studied on the Graphic Design BA (Hons) course at Kingston University, which has a strong reputation for being conceptually challenging. This has given me a greater insight and understanding in progressive design education. The focus isn’t necessarily on graphic skills; students are expected to largely acquire these themselves. If you want to learn technique, I strongly recommend you study somewhere else. There is obviously still a place for designers with a more traditional, ‚vocational‘ education, but at Kingston the emphasis is on developing original ideas and expressing them in unexpected ways. The student experience, in terms of education, is challenging, pushing them to experiment, sometimes with uncomfortable and surprising results. As a result graduates find jobs in some of the most creative studios – they still have a lot to learn, but didn’t we all?

One thing still puzzles me. I don’t understand why the course is still titled ‚Graphic Design‘. Surely ‚Creative Thinking‘ would be more appropriate? Judge for yourself, here is some of their student work . . .

Mark North is an independent brand consultant.