Archiv für März 2012

Syntaxvariationen

Regeln:
01 Rahmenfläche ist ein weißgrundiges Rechteck im Seitenverhältnis 3 : 1
02 Rahmenfläche mit dünner schwarzer Außenkontur, wenn auf hellem Grund platziert
03 eine schwarze Fläche wird in die weiße Rahmenfläche einbeschrieben
04 diese schwarze Fläche hat vier Außenkanten und Ecken
05 zwei bis maximal vier Kanten der schwarzen Fläche sind gerade
06 keine bis maximal zwei Außenkanten der schwarzen Fläche sind gekrümmt
07 bei der schwarzen Fläche gibt es keine rechten Winkel und parallelen Geraden
08 bei den Krümmungen gibt es keine Kreissegmente und keine Parallelen
09 mindestens drei der Eckunkte der schwarzen Fläche liegen auf der Außenkante der Rahmenfläche
10 die Eckpunkte der schwarzen Fläche treffen nie auf die Ecken der Rahmenfläche
11 die schwarze Fläche berührt immer die obere und die untere Kante der Grundfläche
12 bei der schwarzen Fläche gibt es keine Achsen- oder Punktsymmetrie  ge

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Kunstlandschaften

Landschaftsparks und -gärten sind eine eigenartige Form kulturellen Ausdrucks, geradezu aus Widersprüchen heraus geschaffen. Natur wird zunächst beseitigt – oder anders genutzte Flächen werden umgewidmet – und dann wird geplant und umgesetzt, um wieder etwas möglichst naturnah Wirkendes, jedoch in idealisierter Form, entstehen zu lassen. Es ist nicht Natur, die nachgeamt oder neu komponiert wird, es ist die Umsetzung eines Bildes, einer künstlichen Vorstellung, die – durch Zeigeist und Kultur determiniert – sich die jeweiligen Auftraggeber und Gartenkünstler von der Natur angeeignet und als Objekt der Gestaltung begriffen haben. Gartenkunst ist zunächst reine Gestaltung, also das Gegenteil von Natur. Landschaft wird zum vierdimensionalen Tafelbild geformt, es kann als Raum durchwandert werden. Es kann aber auch intensiv in der Zeit erlebt werden, in kurzen Abschnitten durch z.B. die Veränderungen innerhalb eines Tages, durch Wolken, Wetter, Sonnenstand; im Jahresablauf, durch die Jahreszeiten und die Wachstums- und Rückzugsprozesse; und schließlich über die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg: alte Landschaftsparks sind heute viel dichter, reicher und ausgeprägter als zur Zeit ihrer Anlage, allein durch das Wachstum der Bäume. Dieser weitere Widerspruch, nämlich etwas zu gestalten, was man erst viele Jahre später – oder erst die nachfolgenden Generationen – in der geplanten Qualität sehen wird, was aber auch nie perfekt und nie fertig sein wird, im Gegensatz zur üblichen Zielfführung und zeitlichen Absehbarkeit künstlerischer Tätigkeit, macht aber vielleicht gerade den besonderen Reiz aus: Gartengestaltung ist reines Investment in die Zukunft. Die von den früheren Gestaltern geplanten Perspektiven, Tableaus, überraschenden oder fließenden Wechsel der Wahrnehmungen, z.B. durch sorgfältig platziere Bäume oder Gebäude(-fragmente), nachzuvollziehen und in der Bewegung durch die sich dabei laufend verändernden Räume zu erleben, ist eine lehrreiche und spannende Tätigkeit auch für die heutigen Gestalter, obwohl sie sich in der Regel mit ganz anderen Artefakten beschäftigen. ge

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printer’s devil

author and designer of the book ’painajan painajainen / digitaldruck fibel / printer’s devil’, marryam fib:’the main reasons doing this book was the ’revolution’ of digital printing, being useful and binding knowledge in so many languages as possible. the first profession i learned was printer and i noticed that – when digital printing took step on market – people had problems with the preparing of their material for printing. because i came from finland to study in germany, it was more than obvious that i had to do my diploma in at least two languages. but two is a static and not so brave number as three. so, i had to make it in three languages. i tried to bring the layout to communicate within itself. trough the different colors for each language and the text layout i was trying to make the whole thing un-boring, interesting, demanding. the pictures are not so demanding, because they are self made and self drawn, but i stand behind them. i didn’t want to let them to steal the show and the eye to get lost in fancy pictures. i wanted the work to be a sum of knowledge which is packed humble but still with a good old punk-black and the glamorous telephone directories font – just in opposite to its original purpose in contrast to the topic of the book. | contact: marryam_fib(at)yahoo.se

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