Lineare Projektionen

Beim Reisen mit dem Auto, Zug oder Flugzeug schauen wir aus dem Fenster, auf Städte und Landschaften. Wir sehen so viel. Aber wir können uns die Bilder nicht merken. Aus der Realität ist eine Projektion geworden, ein vorbei fliegender Film, von außen auf die Scheibe projiziert, ohne nachvollziehbare Handlung und Identifikationsmöglichkeit für uns – die Entfremdeten, Haltlosen, Beunruhigten; denn wir, die paläoanthropologischen Zu-Fuß-Menschen, sind ja die Projektile, die in diesem Moment durch die Welt geschossen werden – viel zu schnell für unsere Wahrnehmungsdisposition. Das entstehende Unwohlsein wird mit Ablenkungen oder mit einer Art reisetypischen, fatalistischen Sedierung beantwortet. ge  | Alle folgenden Zitate aus: Paul Virilio „Fahren, Fahren, Fahren…“

mehr

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *